iPhone-Wednesday: 5,5 Must-Haves
Jeder iPhone-Besitzer hat ja so seine Vorlieben, ganz klar.
Gerade auf der Software-Seite gehen die Meinungen, welche App nützlich, gut oder Schrott ist, sehr schnell auseinander, und jeder Nutzer hat so seine Favoriten.
Ich zum Beispiel habe die Aktien-App meines iPhones noch kein einziges Mal angetippt, und auch das hochgelobte Shazam flog nach 10 Minuten Testphase wieder runter. Hmm.
Trotzdem finden sich oft Schnittmengen von Software, die gefühlt eigentlich jeder hat. Oder, sollte er sie noch nicht haben, diesen Missstand schnell beheben sollte.
Hier sind also meine 5,5 ganz persönlichen Must-Haves, die jedem Gentleman und Nerd gut zu Bildschirm stehen…
Hier also meine Must-Haves:
1. Ganz klar: Tweetie

Ok, nicht jeder iPhone-Nutzer twittert, aber wenn er es tut, ist meine App der Wahl Tweetie.
Vorteile:
- Volle Funktionalität, das heißt, man kann nicht nur twittern, sondern im gleichen Atemzug auch seinen (und sogar mehrere Twitteraccounts) verwalten. Funktionen wie Followen und Unfollowen, Blocken, Suchen… alles drin.
- Klares, funktionales Design. Ich mag das halt.
Nachteile:
- Der Preis. 2,39€ sind gegen kostenlose Alternativen wie Twitterfon kräftig. Gegenüber Twitterriffic Premium (das trotz 7,99€ mit deutlich weniger Funktionen kommt) dagegen ein echtes Schnäppchen.
- Die deutsche Lokalisation in der neusten Version. Ich will keine “Anhänger”! Ich will bitteschön meine “Follower” zurück!
Fazit: Sehr empfehlenswerter Twitterclient im mittleren Preissegment, gut, wenn’s etwas mehr als nur der reine Tweet sein soll.
2. Noch klarer: Things

Was wäre die Welt ohne Getting Things Done? Und ich ohne GTD-Software??? Die Welt wahrscheinlich kein Stück schlechter, aber ich dafür ein gutes Stück unorganisierter.
Absolut perfekt für diese Zwecke, und dank diesem kleinen Button am Icon auf dem Homescreen, der auf unerledigte Aufgaben hinweist auch effektiv nervig: Things.
Vorteile:
- Man ist organisiert? Spaß beiseite, die App bietet einem ein perfektes Umfeld für sein persönliches Taskmanagment und lässt auch beim Funktionsumfang (Projekte, freies Tagging der Aufgaben, etc.) keinerlei Wünsche übrig.
- Killerfeature der GTD-App? Die Synchronisationmöglichkeit mit dem Desktopclient Things (und das ganz ohne Jailbreak). Alles, was man on the go (früher sagte man unterwegs, oder?) in Things ändert, wird sofort, wenn man im gleichen WLAN ist, wie der Mac, auf dem die Desktop-Version läuft, synchronisiert. Einziger dazu nötiger Arbeitsschritt: das Starten des Programms auf beiden Geräten. Das ist einfach und sinnvoll. Punkt!
Nachteil:
- Auch hier ganz klar: der Preis. Mit 7,99€ ist die App nichts für die Alles-Freeware-Fraktion, und auch die 0,79€-Fans werden zu anderen GTD-Lösungen greifen müssen. Vor allem wer in den Genuss der Sync-Fähigkeiten kommen will muss nochmal in die Tasche greifen, denn die Desktop-Version ist nicht etwa Freeware, sondern kostet 40,04€.
Fazit: Perfekte GTD-App, besser geht’s nicht. Der Preis ist heftig, aber meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt.
3. Immer nützlich: Mobile Butler

Das absolute Schweizer Taschenmesser unter den iPhone-Apps. (Besitzer von iPhones, die nicht mit einer T-Mobile-SIM laufen, können diesen Punkt getrost überspringen)
Vorteile:
- Die Funktionalität: Abrufen der aktuell verbrauchten Gesprächsminuten und SMS, abrufen der letzten Rechnungssummen, suchen von nahegelegenen HotSpots (auch Filterung ist möglich), und das One-Click-Einloggen am T-Mobile-Hotspot. Ich sag’s ja, Schweizer Taschenmesser!
- Alle Funktionen in einer einzigen App. Für all diese Sachen hatte ich zum Beispiel vorher 3 Apps, eine für die Vertragsdaten, eine zur HotSpotsuche und eine zum Einloggen.
Nachteil:
- Mit 3 einzelnen Apps für alle Funktionen kommt man ca. 0,80€ günstiger weg (da 2 davon Freeware sind), als wenn man sich MobileButler für 1,59€ kauft. Schwaben aufgepasst!
Fazit: Alles drin, nur zu empfehlen. Abgesehen davon, momentan kostet MobileButler wegen des EasterAppSale nur 0,79€, also schnell zuschlagen.
4. Informativ: Byline

Der RSS-Reader auf Speed.
Vorteile:
- Byline synchronisiert mit dem Google Reader, das heißt, keine mühselige Eingabe von Feeds am iPhone, kein “alles schon gelesen” zu Hause am Desktop, alle Reader sind immer auf dem gleichen Stand.
- Volle Funktionalität: man kann nicht nur RSS-Feeds lesen, sondern hat den gleichen Komfort (Ordner und Notizen) und die gleichen Funktionen (Markierungen setzen und Empfehlen) wie beim “großen” Reader online.
Nachteil:
- Mit 3,99€ mal wieder kein Schnäppchen, vor allem angesichts der vielfältigen Freeware-Konkurrenz bei RSS-Readern.
Fazit: Klasse Funktionen, hoher Preis. Für mich persönlich ist die App ihr Geld wert, allein durch die Synchronisierung mit dem Google Reader. Letztendlich muss das aber jeder selber entscheiden.
5. + 5,5. Ohne ist langweilig: midomi und Last.fm
Am Schluss noch zwei für mich unentbehrliche (und obendrein kostenlose) Multimediaapps:

Erstens midomi, der Grund aus dem Shazam von meinem iPhone geflogen ist. Mit midomi kann man Musik finden, und zwar, in dem man sie (vom Radio, Fernseher etc.) aufnimmt. Die App sucht dann den Titel, Interpreten und weitere Informationen. Killerfeature der App: man kann Musik nicht nur durch Aufnehmen, sondern auch durch Summen oder Singen identifizieren, und das mit erstaunlich hoher Trefferquote! Wer also wissen will, wie dieser Ohrwurm da heißt, midomi installieren, ins stille Kämmerchen verziehen und losträllern.
Ich habe aus Gründen der Qualität (meines Gesangs) darauf verzichtet, ein Demovideo anzuhängen, ihr müsst mir jetzt ganz einfach glauben, dass es funktioniert!

Zweitens noch Last.fm. Wer kennt es nicht? Wahrscheinlich die wenigsten. Trotzdem nochmal ein kurzer Abriss: Mit dieser App kann man unterwegs Last.fm hören, d. h. Musik, die seinem persönlichen Geschmack entspricht (je mehr Musik man hört, desto besser weiß Last.fm, was einem gefällt) und Musik, die ähnlich zu einer eingegebenen ist. Gerade in Verbindung mit midomi eine sehr sinnvolle und manchmal lustige Funktion. Irgendeine Musik hören, mit midomi identifizieren und dann mit Last.fm Musik vom gleichen oder ähnlichen Interpreten hören. Gut, ehrlichgesagt liegt Last.fm da manchmal ganz schön daneben, so dass teilweise ganz witzige Sachen rauskommen.
Zu Last.fm sollte vielleicht nur noch gesagt werden, dass die Benutzung über EDGE gar keinen und über UMTS nur manchmal Spaß macht, da im Mobilnetz Verbindungsabbrüche an der Tagesordnung sind. Im WLAN aber top.